Hochwasser-Einsatz der Malteser: 4.000 Hilfsmaßnahmen

Foto: Malteser/Kai Vogelmann
Foto: Malteser/Kai Vogelmann

Auf einen Blick:

  • 2.170 Helfer an 32 Einsatzschwerpunkten wurden in NRW und Rheinland-Pfalz eingesetzt,
  • davon 30% Sanitätsdienst; 35% Betreuung; 15% Versorgung; 15% psychosoziale Betreuung; 5% Technik/Logistik,
  • entspricht 6.850 Helfertagen.
  • Über 4.000 Hilfeleistungen und Hilfsmaßnahmen wurden erbracht.
  • Bis zu 12.000 Essensrationen täglich wurden ausgegeben.
  • 450 Fahrzeuge wurden eingesetzt, davon 6 Totalausfälle im Laufe des Einsatzes.
  • Die Helfenden erlitten keine schweren Verletzungen.
  • Jeder 5. Helfende nahm psychosoziale Nachsorge zum Einsatzabschluss in Anspruch.
  • Die Malteser wurden aus allen Bundesländern zusammengezogen.

Der überwiegende Teil der Helfenden ist ehrenamtlich engagiert. Dafür nutzten sie ihren Urlaub oder wurden von ihren Arbeitgebern für die Dauer des Einsatzes freigestellt. „Unser Dank gilt den Arbeitgebern, die das so lebenswichtige Engagement ihrer Mitarbeitenden ermöglicht haben,“ sagte der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Georg Khevenhüller.

Der Präsident sagte weiter: „Das Ausmaß der Schäden an Leib und Leben, an Häusern und Infrastruktur, hat unsere Einheiten im Katastrophenschutz vor bisher unbekannte Herausforderungen gestellt. Die Katstrophe hat einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig das schnelle Aufwachsen von Einsatzkräften durch geschulte Ehrenamtliche ist. Dank jahrelangen, intensiven Trainings wurden Hilfen für verletzte, kranke und vom Hochwasser bedrohte Menschen zuverlässig und oft lebensrettend erbracht. Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft haben den betroffenen Menschen Stärke und Zuversicht in Zeiten größter Not gegeben. Viele Auxiliare der Behörden – Hilfsorganisationen, Feuerwehren, THW - haben unter Beweis gestellt, wie wirksam gemeinsame Hilfe ist. Wir werden nach eingehender Analyse Politik und Behörden unsere Verbesserungsvorschläge zur Bewältigung solcher gigantischen, überörtlichen Schadenslagen machen.“

Die Malteser setzen ihre Unterstützung über den Einsatz im Katastrophenschutz hinaus für die Betroffenen fort. Derzeit stellen sie zum Beispiel Bautrockner und Waschcontainer, Lampen, Schutzausrüstung und Werkzeug zur Verfügung. Außerdem bieten sie eine psychosoziale Betreuung an. „Wir werden den Wiederaufbau langfristig unterstützen“, versprach Khevenhüller. Abgestimmt mit den Kommunen und Behörden sowie anderen Hilfsorganisationen sollen Betroffene zum Beispiel finanzielle Hilfen bekommen, um Wohnungen und Häuser zu sanieren.

    Die Malteser sind Mitglied der „Aktion Deutschland Hilft“ und rufen dringend zu Spenden für die betroffenen Menschen auf:

    Malteser Hilfsdienst e.V.
    IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012
    S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
    Stichwort: „Nothilfe in Deutschland“
    Oder online: www.malteser.de

    Aktion Deutschland Hilft e.V.
    Konto IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
    Stichwort: „Hochwasser Deutschland“
    www.aktion-deutschland-hilft.de