Malteser im MTK starten Angebot für alte und einsame Menschen neu

Foto: Malteser
Foto: Malteser - Sehen soziale Isolation alter Menschen als gesellschaftliche Herausforderung an (v.l.n.r.): Lisa-Marie Böcker (Projektleiterin „Miteinander – Füreinander“ beim Malteser Hilfsdienst e.V. im Bistum Limburg), Norbert Altenkamp (Bundestagsabgeordneter für den Main-Taunus-Kreis), Renate Dreyer (Projektleitern Besuchts- und Begleitungsdienst Malteser im Main-Taunus-Kreis), Dorothée Novian (Koordinatorin Demenzdienste beim Malteser Hilfsdienst e.V. im Bistum Limburg), Doris Borchmeyer (ehrenamtliche Beauftragte der Gliederung Main-Taunus-Kreis/Kelkheim, Malteser Hilfsdienst e.V.)

Der Malteser Hilfsdienst e.V. im Mein-Taunus-Kreis startet seinen Besuchs- und Begleitungsdienst (BBD) nach pandemiebedingter Pause neu. Mit dem BBD holen die Malteser alte und alleinlebende Menschen aus ihrer sozialen Isolation. Denn: Einsamkeit älterer Menschen ist ein zunehmend gesellschaftlich relevantes Thema. Auch Norbert Altenkamp (CDU), Bundestagabgeordneter für den Wahlkreis Main-Taunus und ehemaliger Bürgermeister von Bad Soden, trifft bei seiner Arbeit häufig Seniorinnen und Senioren, für die er sich mehr Zuspruch wünschen würde. Ende August hat Altenkamp die Malteser im Main-Taunus-Kreis besucht und sie in ihrem Engagement für mehr Teilhabe und Miteinander bestärkt. Was der Hilfsorganisation jetzt noch fehlt, sind weitere Ehrenamtliche, die sich engagieren möchten.

„Die Sorgen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sind mir sehr wichtig, gerade auch in der Pandemie, die der Gesellschaft viel abverlangt“, sagt Norbert Altenkamp bei seinem Besuch des Malteser Hilfsdienstes in Kelkheim und ergänzt: „Als Bürgermeister habe ich viele Bürgerinnen und Bürger zu ihrem 80. Geburtstagen besucht. Hierbei bin ich vielen hilfsbedürftigen reichen, aber auch reichen hilfsbedürftigen Menschen begegnet.“ Finanzieller Wohlstand verhindere materielle Not, führe jedoch nicht automatisch zu einem erfüllten Leben, so der Politiker. „Ich habe Menschen getroffen, die in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben, aber durch ihre sozialen Kontakte und vielfältige Unterstützung ein – so habe ich es zumindest empfunden – reiches, das heißt erfülltes Leben führen.“

Doris Borchmeyer, ehrenamtliche Beauftragte des Malteser Standorts im Main-Taunus-Kreis, erklärt, wie der Besuchs- und Begleitungsdienst hilft: „Der BBD besteht aus ehrenamtlich Helfenden, die alte Menschen besuchen, die entweder alleine zu Hause oder in einer Pflege- oder Senioreneinrichtung leben und wenig soziale Kontakte haben.“ Das könne dem Umstand geschuldet sein, dass die Familie weit verzweigt und weit weg wohne oder Bekannte und Freunde oft nicht mehr lebten. „Vor allem die über 80-Jährigen haben ein deutlich höheres Risiko einer sozialen Isolation – vor allem dann, wenn Schicksalsschläge, Erkrankungen, Einschränkungen der Mobilität, Altersarmut oder ein Migrationshintergrund hinzukommen.“

BBD-Helfende sind geschulte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wöchentlich ein bis zwei Stunden mit Alleinlebenden Zeit verbringen. Sie werden ausgebildet, auf ihren Einsatz vorbereitet und professionell begleitet vom BBD-Team des Malteser Hilfsdienstes.

Ehrenamtlich Interessierte, die einen ehrenamtlichen Beitrag leisten möchten gegen die zunehmende Einsamkeit alter Menschen, erhalten weitere Informationen unter www.malteser-limburg.de/bbd oder bei Renate Dreyer, Leitung BBD MTK, Malteser Hilfsdienst e.V., E-Mail: bbd-kelkheim@malteser.org, Telefon: 06195 99760.