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Malteser im Bistum Limburg

Südkreisübung der Katastrophenschützer - Einsatzkräfte üben gemeinsam

21.04.2018
Foto 1: Gute Absprachen zwischen Einsatzkräften sind ist das A & O.
Foto 2: Bei einem Großeinsatz kommen viele Fahrzeuge zum Einsatz.

Villmar. Es ist Samstag, 9:30 Uhr, auf dem Gelände der Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Villmar. Ein Flugzeug stürzt in das Schulgebäude und es bricht Feuer aus. Diese Information erreicht die Helfer des 1. Betreuungszuges Limburg-Weilburg sowie der Katastrophenschutzlöschzüge Selters/Taunus, Limburg, Bad Camberg, Hünfelden und Villmar am vergangenen Samstag. Sofort machen sich die ehrenamtlichen Helfer mit ihren Fahrzeugen auf den Weg zum Einsatzort.

Ein Helfer ein Auftrag

Dabei hat jeder Katastrophenschützer einen spezifischen Auftrag zu erfüllen: Es gibt Helfer zum Aufbau von Betreuungs- und Technikkomponenten und Sanitäter zur Behandlung von Verletzten – und natürlich die Feuerwehrleute. Ebenfalls alarmiert wurde der ehrenamtliche Rettungswagen der Malteser Limburg-Weilburg. Dieser gibt die 1. Lagemeldung an die Villmarer Einsatzleitung weiter. Von dieser erhalten die Helfer den Auftrag, in der Nähe der Absturzstelle eine Behandlungsebene aufzubauen. Alle beginnen sofort mit der Arbeit: Technik- und Betreuungshelfer sorgen für die nötige Infrastruktur am Einsatzort und errichten ein aufblasbares Zelt. Parallel dazu unterstützen die Malteser Sanitätshelfer gemeinsam mit Helfern des Katastrophenschutzlöschzuges aus Selters die Rettungswagenbesatzung beim Transport sowie der Behandlung von Verletzten und Betroffenen.

Während die Malteser ihren Aufgaben nachgingen, hatten die Feuerwehren eigene Aufträge zu erfüllen. So musste beispielsweise innerhalb kürzester Zeit Löschwasser aus der Lahn zur Wasserübergabestelle am Sportplatz befördert werden, da das Hydrantennetz laut Briefing auf Grund von Wartungsarbeiten nur bedingt zur Verfügung stünde. Insgesamt 1.200 Meter Wegstrecke musste die Feuerwehr mit Schläuchen überbrücken und versuchen das Wasser mit Pumpen und Tragkraftspritzen zu fördern sowie einen konstanten Wasserdruck zu halten.

Jährliches Training

Nach drei Stunden ist die Lage unter Kontrolle. Das Feuer ist gelöscht, alle Verletzten sind versorgt, die Helfer gönnen sich eine Pause – vor der nächsten Übung. Denn das Szenario war Teil einer lange geplanten Katastrophenschutzübung. Dabei trainieren einmal jährlich bis zu fünf Katastrophenschutzlöschzüge in wechselnder Zusammensetzung gemeinsam mit dem Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Limburg-Weilburg ihre Fähigkeiten im Rahmen eines Großschadensereignisses. Ziel ist es, die Konzepte und Pläne für die öffentliche Gefahrenabwehr im hiesigen Südkreis zu überprüfen und die Zusammenarbeit der Helfer zu trainieren.
Informationen zum Inhalt der Übung und über den genauen Standort sind den Rettern vorher nicht bekannt. Lediglich die ungefähre Uhrzeit und die Gemeinde werden mitgeteilt. Das ist auch gut so, meint Sebastian Datz, Zugführer des Löschzugs aus Selters/Taunus: Im Ernstfall weiß man ja auch nicht wo es hingeht“, so Datz.

Ausrichter der Übung war in diesem Jahr die Freiwillige Feuerwehr Villmar. Im nächsten Jahr wird ein anderer Löschzug aus dem Landkreis die Organisation übernehmen.
Damit die Zusammenarbeit nicht nur zwischen den Feuerwehren, sondern auch mit den Betreuungs- und Sanitätsdiensten im Katastrophenschutz klappt, nehmen auch diese regelmäßig daran teil. Die Malteser stellen den 1. Betreuungszug im Landkreis Limburg-Weilburg und durften dieses und letztes Jahr mit den Feuerwehreinsatzkräften trainieren.

Malteser Zugführer Guido Ganser hat die Übung gemeinsam mit den Feuerwehren organisiert. „Es ist sehr wichtig für unsere Einsatzkräfte, unter realistischen Bedingungen üben zu können. Das gibt uns die Sicherheit, die wir brauchen, um dann, wenn ein wirklicher Katastrophenfall eintritt, schnell zu handeln und eine adäquate Notfallversorgung der Bevölkerung sicherzustellen“, so der Malteser, und fügt hinzu: „Deshalb sind wir sehr dankbar, dass die Feuerwehr Villmar uns zu dieser Übung eingeladen hat. Es macht immer wieder Spaß, zu sehen, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Katastrophenschützern hier im Landkreis funktioniert.“  .

Weitere Informationen zur Feuerwehr in Selters unter www.feuerwehr-selters.de

Weitere Informationen

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