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Malteser im Bistum Limburg

Auf den Spuren der Malteser-Ritter: 16 Jugendliche erkunden Malta

13.04.2018
Fotos (c) Malteser

Malta/Limburg. Wer Mitglied bei den Maltesern wird, der bekommt neben einer Unterweisung in die Erste Hilfe auch eine Einführung in die rund 900-jährige Geschichte des Malteser Ritterordens. Und auch wenn die Gemeinschaft der Malteser auf ein vom seligen Gerhard gegründetes Hospiz in Jerusalem zurückgeht und die Malteser heute in Rom angesiedelt sind, so bleibt doch Malta als ehemaliger namensgebender Sitz des Ritterordens ein historischer Meilenstein. Diesen für die Malteser so magischen Ort durften 16 Mitglieder der Malteser Jugend nun bei einer Bildungsreise kennen lernen. Vom 3. bis 8. April erkundete eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 29 Jahren aus den Bistümern Fulda (4), Limburg (6), Mainz (3) und Speyer (3) gemeinsam mit den Jugendreferenten Lisa Wahl, Bistum Limburg, und Jürgen Seeger aus dem Bistum Mainz die Insel.

Von ihrer Unterkunft in der Hafenstadt Sliema reiste die Gruppe zunächst in die Hauptstadt Valetta: Bei einem Stadtrundgang besuchten die jungen Malteser die beeindruckende St.John`s Co-Cathedral, den Grandmasters Palace, die Botschaft des Malteserordens und zahlreiche Kirchen. Ein besonderes Highlight für die Teilnehmer war aber das ehemalige Hospital der Malteser-Ritter, die „Sacra Infermaria“, wo sie eine Multimediashow zur Geschichte Maltas geboten bekamen. Abschied von Maltas Hauptstadt nahm die Gruppe an den Festungsanlagen St. Elmo und Tigné, wo man einen beeindruckenden Ausblick über Valetta genießen kann.

Ein weiterer spannender Ausflug führte nach Mdina, dem ehemaligen Regierungssitz der Insel. Die dortige Kathedrale und die verwinkelten, alten Gassen gefiel den jungen Reisenden ebenso wie die unterirdischen, antiken Grabsysteme der St. Pauls Catacombs in Rabat. Auf Maltas Schwesterinsel Gozo besuchten sie die dortige Hauptstadt Victoria mit der beeindruckenden Zitadelle und die Megalith-Tempel von Ggantija.

Als zwischenzeitliche Erholung von den zahlreichen historischen Programmpunkten, gönnte sich die Gruppe eine Schifffahrt rund um die Inseln mit kurzem Badestopp auf der Insel Comino sowie eine Tour zu den Dinglicliffs auf Malta.

Für Jugendreferentin Lisa Wahl war die Reise eine tolle Erfahrung – nicht nur, weil es auch ihre erste Fahrt nach Malta war, sondern auch aufgrund der tollen Stimmung innerhalb der Reisegruppe. Denn obwohl die Teilnehmer aus vier Bistümern kamen und sich die meisten untereinander nicht kannten, kam sofort eine positive Gruppendynamik auf. „Alle waren total motiviert und beteiligten sich an der Ausflugsplanung.“ Hier hatten die beiden Referenten zwar viele Vorschläge mitgebracht, die finale Entscheidung über die Ausflugsziele trafen aber die Teilnehmer gemeinsam.

So suchten sich die jungen Erwachsenen sehr häufig Orte von historischem Interesse aus, wo sie viel über die Historie der Insel und der Malteser lernen konnten. „Dieses große Interesse an der Maltesergeschichte hat mich beeindruckt und etwas überrascht“, resümierte Jugendreferent Jürgen Seeger. Ebenfalls unerwartet war Reaktion der Einheimischen. Wo immer die Gruppe mit ihren roten Malteser-Halstüchern auftauchte, wurde sie von den Bewohnern angesprochen. „Wenn man dann erklärte, dass man auf den Spuren des Malteser Ritterordens unterwegs ist, waren die Menschen sehr interessiert und beeindruckt“, so Seeger.

Beide Referenten sind überzeugt, dass die Teilnehmer noch lange von den Erlebnissen der Reise erzählen werden. „Zu wissen, wo die Malteser herkommen und was die ersten Ritter antrieb, den Armen und Kranken zu helfen, das gibt auch Motivation für das eigene Engagement“, betont Lisa Wahl. Die Gruppe hat bereits Ideen geschmiedet, welche Projekte sie gemeinsam über die Grenzen der Bistümer hinweg angehen können. „Wir dürfen gespannt sein“, freut sich Seeger.

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